Vor unserem ersten "Malediven-Trip" waren wir absolute Fans der Karibik -
der sogenannten DomRep. Als jedoch im Frühjahr 1997 uns - wir waren gerade auf
einer Karibik-Kreuzfahrt mit der AIDA - ein Schnorchelausflug zum Buck Island
National Park Reef auf St. Croix führte, war es um uns geschehen. Die fantastische
Unterwasserwelt hat uns so begeistert, dass wir bis zum heutigen Tag Jahr für
Jahr weltweit auf der Suche nach traumhaften Korallenriffen sind.
Im
Dezember 1998 - über Silvester - führte uns unser erster
"Schnorchelurlaub" natürlich auf die
Malediven, denn wer zum damaligen Zeitpunkt von Schnorcheln an traumhaften
Korallenriffe träumte, träumte von den Malediven.
Unsere
Wahl fiel auf Sun Island im Arie Atoll, denn damals konnten wir noch nicht
einschätzen wie wir uns auf einer der vielen kleinen Inseln fühlen würden,
wir hatten noch ein wenig "Angst" vor dem soviel zitierten
"Inselkoller". Das Inselfoto von Sun Island, mit dem Strand sowie dem
türkisfarbenen Wasser ringsherum hatte uns überzeugt.
Als
wir dann nach 10 Stunden Flug und noch mal 3 Stunden mit dem Speedboot endlich
den Anlegesteg von Sun Island erreicht hatten, verschlug es uns
Malediven-Newcomern fast die Sprache. Nach einem ersten Rundblick vom Steg aus
fragten wir uns, sieht so das Paradies aus? In diesem Moment war der ganze
Reisestress vergessen.
Zu erreichen ist die Insel auch vom Flughafen Hulule mit dem Wasserflugzeug
in ca. 35 Minuten. Wir empfehlen diesen Anreiseweg zu wählen, da er doch
wesentlich bequemer und auch viel schöner ist.
Wie
so oft auf unseren Reisen zogen wir hinsichtlich unseres Bungalows wiedermal ein
Glückslos. Der uns "zugeteilte" Super Deluxe Bungalow 180 hat
nach unserem Geschmack die beste Lage. Das dass offensichtlich nicht nur unsere Meinung
ist, ergibt sich aus vielen Reisenberichten über Sun Island. Auf dieser Seite
weht stets ein leichter Wind, paradiesischer Strand direkt vor der Tür, in der
Lagune kann man sehr gut schwimmen, der Weg zum Riff über den Steg ist relativ
kurz und das Hauptrestaurant ist in 5 Minuten zu Fuß erreichbar - siehe
Lageplan - . Auf der gegenüberliegende Seite, Bungalow 249 - 318, ist es
einerseits verdammt heiß - es weht hier kaum ein Lüftchen -, die stechenden
Freunde haben auch hier ihr zu Hause und die dort vorhandenen Palmen sind nicht
gerade einem Bilderbuch entnommen.
Die
Insel verfügt über eine sehr schöne Vegetation mit toll angelegten Gärten.
Ein bisschen Traumwelt ist auf Sun Island schon angesagt - wenn da bloß nicht
die gepflasterten "Straßen" wären. Die 800 Gäste verlaufen sich
doch sehr auf dieser großen Insel, beim Essen kann es hier und da mal ein paar
Verzögerungen geben, man ist aber ja im Urlaub und nicht auf der Flucht.
Nun
aber zum Schnorcheln:
Bei
unserem ersten maledivischen Schnorchelgang waren wir von der Fischvielfalt sehr
begeistert. Doch wo waren die farbenprächtigen Korallen, die wir vom Buck Island
National Park Reef auf St. Croix kannten . Die sollten hier auf den Malediven
doch noch schöner sein. Nichts da .....und bald erhielten wir des Rätsels
Lösung auf folgende Art und Weise: Eine Dame, die sich wohl nach ihrem
ersten Schnorchelgang auf den Steg gesetzt hatte, fing plötzlich an zu
weinen und rief ihrem Mann zu: Lass uns nach Hause fahren, welch eine
Katastrophe, das will ich nicht sehen, nur noch Steinwüste? In einem Gespräch
wurden wir "aufgeklärt". Der Urlaub auf Sun Island war ihr 18.
Maledivenbesuch. Sie kannten nur die farbenprächtige Korallenwelt der
Malediven. Sie wollten es nicht glauben, was sie in Zeitungsberichten hinsichtlich
der Zerstörung der Korallenriffe durch den El Nino im Sommer 1997 gelesen
hatten. Aber was sie jetzt sahen, war schlimmer als alles was sie je erwartet
hatten. Trost konnten wir der Dame nicht spenden. Sie ist tatsächlich nach 4
Tagen tränenüberströmt abgereist. So erfuhren wir, dass das Hausriff korallentechnisch
gesehen fast völlig tot ist. Wir machten uns in weiteren Gesprächen bei vielen
anderen Maledivenkennern schlau und erfuhren, dass die Aussage
bedauerlicherweise leider vollkommen richtig ist. Wir blieben trotzdem und
begeisterten uns an der bunten Fischwelt und den Blicken von der Riffkante in die Tiefe,
das hatte auch was. Es war ja unser erster, aber auch nicht unser letzter,
Maledivenbesuch.
Fazit
unseres ersten Maledivenbesuchs:
Obwohl
Sun
Island für maledivische Verhältnisse äußerst
groß ist - 1600 m lang und 600 m breit - vermittelt sie doch schon ein
wenig Traumwelt. Nichtsdestotrotz würde wir Sun Island nicht noch einmal
besuchen, da es einerseits für Schnorchler trotz der Korallenbleiche schönere Hausriffe
auf den Malediven gibt, die direkt am Strand liegen und anderseits Inseln gibt,
die nicht unbedingt ein Straßennetz aufweisen um per Fahrrad oder Golfwagen zum
Riff bzw. Essen bzw. in die Spielhalle bzw. zum Juwelier, bzw. zum größten
Pool auf den Malediven, bzw. Tennis oder ans andere Ende der Insel, zu kommen.
Auch im Zimmer könnten wir auf einen Internetanschluss, auf einen
Telefonanschluß neben der Toilette bzw. einer Badewanne verzichten.
Sun
Island ist eine ohne WENN und ABER eine schöne Insel für Tennisfreunde,
Radfahrer, Spaziergänger, Spielhallensüchtige, aber auch für
Erholungssuchende. Für Schnorchler gibt es jedoch wesentlich schönere Inseln
auf den Malediven.
Noch
weitere Informationen über Sun Island findet man auf den Seiten vonsunisland-malediven
sowie der offiziellen Seitevillahotels
Video
Einen hervorragenden Reisebericht mit
fantastischen Bildern gibt es ebenfalls auf A
Pirate`s Site
Noch mehr über die von uns "beschnorchelten" Inseln sowie weitere ausführliche Berichte über andere Inseln der Malediven, aber auch
allgemeine Informationen zu diesem Traumparadies findet man auf den hervorragenden Websites von